Wirsingsuppe mit Safran und Vollkornreis

Wirsingsuppe mit Safran und Vollkornreis

Safran macht nicht nur den Kuchen “gel”, son­dern auch die Sup­pe. Wenn du den inten­siv wür­zi­gen Geschmack von Safran und den dezen­ten Kohl­ge­schmack von Wir­sing magst und zudem ein Sup­pen­fan bist, wirst du die­se Sup­pe lie­ben. Das Arran­ge­ment von Safran und Wir­sing mag unge­wohnt klin­gen. Was dar­aus ent­steht, ist in die­sem Fall eine herz­haf­te Sup­pe, die mit ihrer Voll­korn­reis-Ein­la­ge gesund und sät­ti­gend ist. Ergänzt mit einem Salat als Bei­la­ge, ist sie auch eine nahr­haf­te Hauptmahlzeit.

Dass Wir­sing viel Vitamin‑C ent­hält und äußerst gesund ist, weißt du ja. Beson­ders im Win­ter sind Vitamin‑C und Fol­säu­re rei­che Gemü­se wich­tig. Wir­sing ent­hält zudem auch viel Vit­amin-B6, das an zen­tra­len Stoff­wech­sel­vor­gän­gen und am Auf­bau und Schutz unse­rer Ner­ven betei­ligt ist. Die Senf­öle im Wir­sing stär­ken unser Immun­sys­tem und wir­ken gegen Pil­ze, Viren und Bakterien.

Das Spe­zi­el­le an der Sup­pe ist aber auf jeden Fall der Safran, das edels­te aller Gewürze.

Safran, das Edelgewürz

Safranblüten

Safran ist das teu­ers­te und edels­te Gewürz der Welt. Ca. 150 bis 180 Blü­ten braucht es, um ein Gramm Safran her­zu­stel­len. Die Zah­len schwan­ken, je nach Quel­le, zwi­schen 100 bis 300 Blü­ten. Die Safran-Kro­kus­se (Cro­cus Sati­vus), deren Blü­ten­stän­gel das herr­li­che Aro­ma lie­fern und die Spei­sen gold­gelb fär­ben, haben ihren Ursprung in der Ägä­is. Safran wird heu­te aber von Spa­ni­en bis Nord­in­di­en, jedoch haupt­säch­lich im Iran oder in Afgha­ni­stan (ca. 75% des Welt­mark­tes) ange­baut. Doch z.B. auch in Deutsch­land, Öster­reich oder der Schweiz wer­den Safran-Kro­kus­se kultiviert.

Safran kann auch im eige­nen Gar­ten ange­baut wer­den. Aus­ge­pflanzt wer­den die Knol­len im Hoch­som­mer. Ab Mit­te Okto­ber bis Ende Novem­ber wer­den die Blü­ten noch vor Son­nen­auf­gang geern­tet, damit die Son­ne die emp­find­li­chen Blü­ten­nar­ben nicht beschä­digt. Doch nach der Blü­ten­ern­te fängt die Sisy­phus­ar­beit erst an. Sorg­fäl­tig wer­den den Blü­ten nun die Fäden gezo­gen und nur der rote Teil der Blü­ten­nar­ben wird anschlie­ßend scho­nend getrock­net. Kein Wun­der also, dass Safran so kost­bar ist. Um sicher zu gehen, dass du wirk­lich rei­nen Safran bekommst, soll­test du bes­ser kein Pul­ver, son­dern nur Fäden kau­fen. Safran­pul­ver wird teil­wei­se auch mit ande­ren Blü­ten­fä­den oder Blü­ten­blät­tern (Fär­ber­dis­tel u.a.) ver­mischt und mit Kur­ku­ma ein­ge­färbt. Je älter und rei­fer der Safran wird, des­to kräf­ti­ger und herz­haf­ter wird sein Aro­ma. Die Fäden kannst du in einem Mör­ser zer­mah­len und das Pul­ver im Mör­ser mit etwas Was­ser anrüh­ren. So blei­ben kei­ne kost­ba­ren Rück­stän­de übrig.

Da Safran geschmack­lich sehr inten­siv ist, benö­tigt man nur sehr wenig davon. Damit er sei­nen vol­len Geschmack behält, ist es wich­tig, Safran nicht mit zu kochen, son­dern ihn erst ganz am Schluss unterzurühren.

Safran soll sehr gesund sein. Man sagt ihm u.a. eine schmerz­lin­dern­de, ent­zün­dungs­hem­men­de oder auch potenz­stei­gern­de Wir­kung nach. Aller­dings kann sich ein erhöh­ter Kon­sum auch nega­tiv aus­wir­ken und z.B. Schwin­del, einen ver­rin­ger­ten Puls­schlag, Kopf­schmer­zen oder auch Nasen­blu­ten ver­ur­sa­chen. Safran ist also nur in klei­nen Dosen gesund. Auch in der Schwan­ger­schaft soll­te man auf Safran ver­zich­ten. Stu­di­en zufol­ge hat Safran mög­li­cher­wei­se auch eine anti­de­pres­si­ve Wir­kung.1

Safran, der kostbare Naturfarbstoff

Safran ist auch ein kost­ba­rer Natur­farb­stoff. Schon vor ca. 3600 Jah­ren hat man damit Stof­fe und Wol­le ein­ge­färbt. Aller­dings konn­ten sich nur der Adel und die Rei­chen sol­che kost­ba­ren Stof­fe leis­ten. Die Ägyp­ter färb­ten mit Safran die Mumi­en­bin­den für Ihre Toten. Selbst Haar­was­ser und Par­fum wur­den mit Safran ein­ge­färbt. Rei­ner Safran war so begehrt, dass Pan­scher mit dra­ko­ni­schen Stra­fen belegt wur­den. Bud­dhis­ti­sche Mön­che sol­len ihre Gewän­der mit Safran gefärbt haben, denn sie ver­kör­pern Weis­heit und Erleuch­tung.2

Safran, das Gewürz der Kaiser und Könige

Marc Aurel soll in Safran­was­ser geba­det haben. Es dien­te ihm zur Haut­ver­schö­ne­rung und stärk­te angeb­lich sei­ne Man­nes­kraft.3 König Nero, des­sen Geis­tes­zu­stand bekann­ter­ma­ßen ziem­lich bedenk­lich war, sagt man nach, dass er ca. 65 n. Chr. Safran­blü­ten auf sei­nen Weg streu­en ließ, als er im Tri­umph von sei­ner Rei­se zu den Olym­pi­schen Spie­len aus Grie­chen­land zurück­kam. Ursprüng­lich zog er los, um bei den Kampf­spie­len an einem Wagen­ren­nen teil­zu­neh­men und um einen Preis zu erwer­ben, den die Grie­chen ihm aber man­gels sport­li­cher Leis­tung schenk­ten.4 Er fiel näm­lich aus sei­nem Wagen – ließ sich aber den­noch als Sie­ger fei­ern.5

Wirsingsuppe mit Safran und Vollkornreis

Wirsingsuppe mit Safran und Vollkornreis

Zube­rei­tungs­zeit40 Min.
Gericht: Haupt­ge­richt, Sup­pe, Vorspeise
Ernäh­rungs­wei­se: Glu­ten Free

Du brauchst mehr oder weni­ger Por­tio­nen? Ein­fach die gewünsch­te Men­ge ein­ge­ben und umrech­nen lassen! 

Zutaten

  • 200 Gramm Voll­korn­reis
  • 3 EL Oli­ven­öl
  • 1 Zwie­bel
  • 1 gro­ße meh­li­ge Kar­tof­fel Anstel­le der Kar­tof­fel kannst du auch ca. 2–3 EL Kar­tof­fel­mehl in kal­tem Was­ser ver­rüh­ren und dann in die hei­ße Sup­pe einrühren. 
  • 1 Wir­sing (ca. 1 Kilo)
  • 4 EL Weiß­wein kann auch weg­ge­las­sen werden
  • ca. 1,5 Liter Gemü­se­brü­he
  • Safran
  • 1 dl pflanz­li­che Sah­ne-Alter­na­ti­ve Ich ver­wen­de für die­se Sup­pe die Creme Cui­sine, Hafer. 
  • Kreuz­küm­mel, Salz, Pfef­fer und etwas Peter­si­lie oder Schnittlauch

Anleitung

Vollkornreis

  • Den Reis mit der dop­pel­ten Men­ge Was­ser auf­ko­chen. Hit­ze redu­zie­ren und ca. 30 Minu­ten zuge­deckt köcheln las­sen. Der Reis soll­te im Kern noch leicht biss­fest sein. Reis abtrop­fen und bei­sei­te stellen. 

Wirsingsuppe

  • Die Zwie­bel schä­len und klein­ha­cken. Den Wir­sing waschen, den Strunk ent­fer­nen und den Wir­sing klein schnei­den. Die Kar­tof­fel schä­len und in klei­ne Wür­fel schneiden.
  • Die Zwie­bel im Öl ca. 3 Minu­ten andüns­ten, die Kar­tof­fel­wür­fel und den Wir­sing dazu­ge­ben und alles unter stän­di­gen Rüh­ren ca. 5 Min­ten anbra­ten. Mit einem hal­ben TL Kreuz­küm­mel und einer Pri­se Salz wür­zen, mit dem Weiß­wein ablöschen. 
  • Die Gemü­se­brü­he dazu geben (Nur so viel Brü­he, dass der Wir­sing gera­de noch bedeckt ist). Alles ca. 15 Minu­ten köcheln las­sen. Wenn die Kar­tof­feln und der Wir­sing weich sind, alles mit dem Pürier­stab gut pürie­ren. Den Safran dazu­ge­ben und noch­mals gut ümrüh­ren. Nach Belie­ben mit der pflanz­li­chen Sah­ne-Alter­na­ti­ve verfeinern.
  • Zwei Drit­tel des Voll­korn­reis zur Sup­pe geben und umrüh­ren. Sup­pe nur kurz auf­wär­men. Beim Anrich­ten auf jeden Tel­ler vom rest­li­chen Reis je 2 EL auf die Sup­pe geben und mit wenig Peter­si­lie oder Schnitt­lauch garnieren.

Notizen

Den Voll­korn­reis kannst du auch am Vor­tag schon zube­rei­ten oder du ver­wen­dest ein­fach einen Rest, der von einer Mah­zeit noch übrig ist.

1 https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/daz-az/2016/daz-25–2016/safran-gegen-depressionen

2 https://www.dr-siedentopp.de/files/_zeitschrift/DZA_Safran.pdf

3 https://www.dr-siedentopp.de/files/_zeitschrift/DZA_Safran.pdf

4 https://www.projekt-gutenberg.org/grube/sageges2/chap004.html

5 https://www.grin.com/document/98630

 

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