Veganes und sehr cremiges Rührei mit Kräutern und Bratkartoffeln

Veganes Rührei mit Kräutern und Bratkartoffeln

Wenn du Pell­kar­tof­feln vom Vor­tag übrig hast, dann gefällt dir viel­leicht die­ser Rezept-Vor­schlag hier. Pell­kar­tof­feln pas­sen näm­lich wun­der­bar zu vega­nem Rühr­ei. Die Bezeich­nung “vega­nes Rühr­ei” klingt im ers­ten Moment etwas selt­sam, denn was hat ein Ei mit vega­ner Ernäh­rung zu tun? Rich­tig, abso­lut nichts! Doch wenn du das Rezept pro­bierst, wirst du fest­stel­len, dass die­se vega­ne Vari­an­te dem Ori­gi­nal geschmack­lich ziem­lich nahe­kommt. Der gro­ße Vor­teil dar­an ist, es besteht zu 100% aus Pflan­zen und es ist zudem auch noch sehr gesund. Die Basis für das vega­ne Rühr­ei bil­det Tofu.

Zu Tofu exis­tie­ren im Netz die unter­schied­lichs­ten Infor­ma­tio­nen. Ziem­lich vie­les davon ist aber ziem­lich falsch und du kannst es getrost ver­ges­sen. So habe ich z.B. in einem Busi­ness­ma­ga­zin wahr­haf­tig schon gele­sen, dass Soja, damit auch Tofu, die Män­ner angeb­lich impo­tent machen soll. Kann man sich das vor­stel­len, dass man­che Män­ner in der west­li­chen Welt so eine gro­ße Angst vor Tofu haben? 😊 Viel­leicht hilft in sol­chen Fäl­len ein Gespräch mit asia­ti­schen Män­nern wei­ter? Ich ken­ne Bei­spie­le vie­ler vega­ner Män­ner, die täg­lich Soja kon­su­mie­ren und die kei­ner­lei Potenz­pro­ble­me haben und dort, wo ihnen vom Tofu-Kon­sum angeb­li­chen schlaf­fe Brüs­te wach­sen sol­len, sind straf­fe Brust­mus­keln zu sehen. Das bestä­ti­gen unzäh­li­ge Frau­en von vega­nen Män­nern. Na ja, das Inter­net ist, genau wie Papier, eben sehr gedul­dig. Was es mit Soja auf sich hat und was die aktu­el­le wis­sen­schaft­li­che Daten­la­ge dazu sagt, kannst du in die­sem Arti­kel nachlesen.

Makro­nähr­stof­fe pro Por­ti­on Mikro­nähr­stof­fe pro Por­ti­on
Bal­last­stof­fe 7,12 g Cal­ci­um 303 mg
Fett 28,60 g Kali­um 1815 mg
Koh­len­hy­dra­te 68,20 g Magne­si­um 199 mg
Pro­te­ine 36,13 g Zink 3,9 mg
Kalo­rien 683 kcal / Kos­ten 3,35 € Eisen 9,13 mg / Vitamin‑E 2,4 mg u.a.

Das vegane Rührei ist in 20 Minuten fertig! 🙂 

Aber zurück zum Rezept: Es ist wie­der sehr ein­fach und in 20 Min­ten hast du eine lecke­re, sehr pro­te­in­rei­che Mahl­zeit auf dem Tel­ler. Die­ses vega­ne Rühr­ei ist ange­nehm wür­zig, sehr schmack­haft und zudem sehr cre­mig. Die cre­mi­ge Kon­sis­tenz erhält es durch die pflanz­li­che Sah­ne-Alter­na­ti­ve. Je mehr du davon zum Schluss unter das vega­ne Rühr­ei mischst, des­to cre­mi­ger wird es. Magst du es lie­ber tro­cken, dann kann die Sah­ne-Alter­na­ti­ve ein­fach weg­ge­las­sen wer­den. Ganz, wie du es ger­ne magst.

Noch eini­ge Wor­te zum Tofu: Ich rate dir, den Tofu vor­her gut aus­zu­drü­cken, damit er die Wür­za­ro­men gut auf­nimmt. Du kannst das mit den Hän­den und Haus­halts­pa­pier machen oder aber du besorgst dir eine Tofu-Pres­se. Wenn du in Zukunft häu­fi­ger Tofu kon­su­mierst, lohnt sich die Anschaf­fung auf jeden Fall. Die Inves­ti­ti­on für eine gute Tofu-Pres­se liegt bei ca. 15 bis 30 Euro. Es funk­tio­niert aber für den Anfang auch ohne Tofu-Pres­se gut, indem du den Tofu zwi­schen zwei Schnei­de­brett­chen klemmst und die­se fest zusammenpresst.

Wenn du den Tofu aus­ge­presst hast, dann kannst du ihn mit einer Gabel oder dei­nen Fin­gern zer­krü­meln und schon ist er bereit für die Bratpfanne.

Wich­tig für den typi­schen Eigen­schmack ist das Salz Kala Namak. In die­sem Bei­trag hier kannst du nach­le­sen, was Kala Namak ist. Ein wei­te­res wich­ti­ges Gewürz ist Kur­ku­ma. Kur­ku­ma ist nicht nur sehr gesund, es ist auch für die schö­ne gel­be Far­be des vega­nen Rüh­reis zustän­dig. Kur­ku­ma wird auch wegen sei­ner Far­be beson­ders in der vega­nen Küche des Öfte­ren verwendet.

Veganes Rührei mit Kräutern
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Veganes Rührei mit Kräutern und Bratkartoffeln

Zube­rei­tungs­zeit15 Min.
Gericht: Haupt­ge­richt
Key­word: Tofu, vega­nes Rührei
Por­tio­nen: 3

Du brauchst mehr oder weni­ger Por­tio­nen? Ein­fach die gewünsch­te Men­ge ein­ge­ben und umrech­nen lassen! 

Cost: 3,35 €

Zutaten

Für die Bratkartoffeln

  • 3 EL Oli­ven­öl
  • 1 Zwie­bel
  • 6 bis 8 Pell­kar­tof­feln vom Vortag
  • 1 Knob­lauch­ze­he
  • Papri­ka, Räu­cher­pa­pri­ka, Salz, Mus­kat zum Wür­zen der Bratkartoffeln

Für das vegane Rührei

  • 3 EL Oli­ven­öl
  • 1 Zwie­bel
  • 400 Gramm Tofu natu­re
  • 1 TL Kur­kuma­pul­ver
  • ½ TL Papri­ka
  • TL Kala Namak
  • 1 dl pflanz­li­che Sah­ne-Alter­na­ti­ve auf Man­del­ba­sis oder 3 EL pflanz­li­cher Joghurt 
  • ½ Bund Schnitt­lauch oder Peter­si­lie nach Belie­ben

Anleitung

  • Bei­de Zwie­beln schä­len und klein schnei­den. Die Pell­kar­tof­feln schä­len und in Schei­ben schnei­den. Den Tofu gut aus­drü­cken und mit einer Gabel in Krü­mel zer­drü­cken. Den Schnitt­lauch waschen und in Röll­chen schnei­den (Peter­si­lie waschen und klein schei­den). Zwei Brat­pfan­nen bereitstellen. 
  • In jeder Brat­pfan­ne drei Ess­löf­fel Oli­ven­öl erhit­zen und je eine Zwie­bel dar­in andüns­ten.
    In die eine Brat­pfan­ne die Pell­kar­tof­feln geben, mit Salz, Mus­kat, Papri­ka und geräu­cher­tem Papri­ka­pul­ver wür­zen und ca. 10 Minu­ten vor­sich­tig bra­ten. Ab und zu umrüh­ren, damit nichts anbrennt. 
  • In der ande­ren Brat­pfan­ne den Tofu zu den Zwie­beln geben, Kur­ku­ma und Kala Namak dar­über geben und mit zwei Holz­löf­feln den Tofu sehr gut umrüh­ren, damit sich die Gewür­ze gleich­mä­ßig im Tofu ver­tei­len und der Tofu vom Kur­ku­ma schön gelb wird. Tofu unter Umrüh­ren ca. 7 bis 10 Minu­ten vor­sich­tig bra­ten.
    Danach die Knob­lauch­ze­he durch­pres­sen und zum Tofu geben. Die Schnitt­lauch­röll­chen (oder die Peter­si­lie) eben­falls zum Tofu geben. Gut umrüh­ren und zum Schluss den pflanz­li­chen Joghurt oder die pflanz­li­che Sah­ne-Alter­na­ti­ve unter­rüh­ren. Even­tu­ell noch­mal mit Kala Namak oder Pfef­fer abschme­cken und mit den Brat­kar­tof­feln servieren. 

Notizen

TIPP: Ich ver­fei­ne­re das vega­ne Rühr­ei ent­we­der mit pflanz­li­cher Sah­ne auf Man­del­ba­sis oder gele­gent­lich mit ein paar Ess­löf­feln einer pflanz­li­chen Joghurt-Alternative. 
Die Brat­kar­tof­feln kannst du noch mehr auf­pep­pen, wenn du pro Per­son eine in dün­ne Schei­ben geschnit­te­ne Karot­te hin­zu­gibst. So fügst du der Mahl­zeit wert­vol­les Beta-Caro­tin hin­zu, wel­ches der Darm aus gebra­te­nen Karot­ten bes­ser auf­neh­men kann als aus rohen Karot­ten. Dazu die Karot­ten­schei­ben ein­fach ca. fünf Minu­ten vor den Kar­tof­feln in der Brat­pfan­ne vor­sich­tig bra­ten und danach die Kar­tof­fel­schei­ben hinzugeben. 

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