Einfacher Zwetschgen-Blechkuchen / Zwetschgendatschi mit Streuseln — vegan

Einfacher Zwetschgen-Blechkuchen /Zwetschegendatschi mit Streuseln

Im August und Sep­tem­ber ist wie­der Zwetsch­gen­zeit. Das ist die Gele­gen­heit, mit den son­nen­ge­reif­ten Früch­ten einen köst­li­chen Blech­ku­chen zu backen. Das geht selbst­ver­ständ­lich auch vegan wun­der­bar. Der Kuchen schmeckt schön saf­tig und der Teig ist durch das Teff­mehl wun­der­bar zart.

Wuss­test du übri­gens, dass der Zwetsch­gen­dat­schi ursprüng­lich von den Augs­bur­gern erfun­den wur­de? Zumin­dest bean­spru­chen sie die Erfin­dung für sich und des­halb wird Augs­burg im Volks­mund scherz­haft auch “Dat­schi­burg“ genannt. Beim Recher­chie­ren, woher der Name „Dat­schi“ wohl stammt, bin ich dar­auf gesto­ßen, dass „dat­schi“ eine Ablei­tung des mit­tel­deut­schen Wor­tes „dat­schen“ ist. Das hat jetzt aber wie­der nichts mit den rus­si­schen Wochen­end­häus­chen zu tun, son­dern es bedeu­tet „hin­ein­drü­cken“. Die Zwetsch­gen wer­den näm­lich beim „ech­ten“ bay­ri­schen Zwetsch­gen­dat­schi in den Hefe­teig hin­ein­ge­drückt. Ande­re Quel­len geben an, dass „dat­schen“ oder „detschen“ im süd­deut­schen Raum für „breit­drü­cken“ steht. Wie auch immer, mir war bei­des bis­her unbekannt.

Um den „ech­ten“ Zwetsch­gen­dat­schi geht es hier aber nicht. Die­ser hier ist näm­lich völ­lig frei von tier­li­chen Pro­duk­ten. Es han­delt sich also höchs­tens um einen sehr ent­fern­ten Ver­wand­ten. 😊 Das Rezept ist aller­dings genau so ein­fach und das Ergeb­nis schmeckt min­des­tens so gut, wenn nicht sogar bes­ser. Pro­bie­re es am bes­ten selbst aus! 😊

Um den Teig und die Streu­sel mit weni­ger Glu­ten her­zu­stel­len, ver­wen­de ich bei die­sem Zwetsch­gen­dat­schi eine Mischung aus jeweils einer Hälf­te Din­kel­mehl und einer Hälf­te Teff­mehl. Ich mag das Teff­mehl auch des­halb, weil es gut schmeckt und super gesund und sehr pro­t­e­in­hal­tig ist.

Die ursprüng­li­che Hei­mat von Teff­mehl ist Äthio­pi­en. Dort gehört Teff, auch Zwerg­hir­se genannt, seit Jahr­tau­sen­den zu den wich­tigs­ten Grund­nah­rungs­mit­teln. Auch heu­te noch wird damit das tra­di­tio­nel­le Fla­den­brot her­ge­stellt. Inzwi­schen wird Teff­mehl aber auch in Deutsch­land, den Nie­der­lan­den und in wei­te­ren Län­dern Euro­pas ange­baut. Ich ver­wen­de bio­lo­gi­sches Teff­mehl aus Deutsch­land. Obwohl Teff glu­ten­frei ist, besitzt es den­noch sehr gute Back­ein­gen­schaf­ten. Der Teig wird mit Teff sehr zart. Und Teff ist z.B. bei Glu­ten­sen­si­vi­tät eine wirk­lich gute Alternative.

Die Streu­sel machen den Kuchen ver­füh­re­risch süß, obwohl ich für ein gan­zes Kuchen­blech ledig­lich 60 Gramm Voll­rohr­zu­cker ver­wen­det habe.

Falls du dei­nen Kon­sum an Haus­halts­zu­cker redu­zie­ren möch­test, kannst du die Streu­sel natür­lich auch ger­ne weg­las­sen. Wenn die Zwetsch­gen schön reif sind, wird der Blech­ku­chen trotz­dem super schmecken.

Einfacher Zwetschgen-Blechkuchen mit Streuseln

Vor­be­rei­tungs­zeit1 Std. 30 Min.
Zube­rei­tungs­zeit45 Min.
Gericht: Klei­nig­keit, Süßes, Süßspeise
Por­tio­nen: 9

Du brauchst mehr oder weni­ger Por­tio­nen? Ein­fach die gewünsch­te Men­ge ein­ge­ben und umrech­nen lassen! 

Zutaten

Hefeteig

  • 250 Gramm Din­kel­mehl Typ 1050
  • 250 Gramm Teff­mehl
  • 1 Pri­se Salz
  • 1 Wür­fel Hefe (42 Gramm)
  • 60 Gramm Voll­rohr­zu­cker
  • 2 dl Mandeldrink
  • 60 Gramm Pflan­zen­mar­ga­ri­ne
  • 1,2 Kilo rei­fe Zwetschgen

Streusel

  • 50 Gramm Din­kel­mehl Typ 1050
  • 50 Gramm Teff­mehl
  • 60 Gramm Voll­rohr­zu­cker
  • 1 Beu­tel Vanil­le­zu­cker
  • 80 Gramm Pflan­zen­mar­ga­ri­ne

Anleitung

  • Die Pflan­zen­mar­ga­ri­ne für den Teig bei Raum­tem­pe­ra­tur etwas ste­hen las­sen, damit sie schön weich wird. Die Mar­ga­ri­ne für die Streu­sel wie­der in den Kühl­schrank stel­len. Den Man­del­d­rink leicht erwär­men. Er soll aber nur lau­warm wer­den. Bei ca. 37° geht der Teig am bes­ten auf.
  • Bei­de Meh­le und das Salz in eine gro­ße Schüs­sel geben und zusam­men­mi­schen. Nun in der Mit­te eine Mul­de for­men und die Hefe hin­ein­brö­ckeln. Den Zucker zur Hefe in die Mul­de geben und den erwärm­ten Man­del­d­rink zugie­ßen. Die Hefe mit dem Zucker und dem Man­del­d­rink in der Mul­de zu einem dün­nen Brei anrühren. 
  • Die Pflan­zen­mar­ga­ri­ne in klei­nen Stü­cken dazu­ge­ben und alles zu einem geschmei­di­gen Teig kne­ten. Den Teig mit einem Tuch abde­cken und an einem war­men Ort eine Stun­de ruhen und auf­ge­hen lassen. 
  • Wenn der Teig schön auf­ge­gan­gen ist, die Arbeits­flä­che mit Mehl bestäu­ben, den Teig dar­auf ein­mal kräf­tig durch­kne­ten und wei­te­re 20 Minu­ten zuge­deckt ruhen las­sen. Den Back­ofen auf 200° vorheizen.
  • Die Zwetsch­gen waschen, hal­bie­ren und ent­stei­nen. Den Teig auf einer bemehl­ten Arbeits­flä­che auf Back­blech­grö­ße aus­rol­len und in ein mit Back­pa­pier beleg­tes Back­blech legen. Dabei einen klei­nen Rand hoch­zie­hen, damit der Zwet­schen­saft nicht ausläuft. 
  • Die Zwetsch­gen dicht auf den Teig legen. Für die Streu­sel alle Zuta­ten zusam­men­kne­ten und zu Streu­seln zer­rei­ben. Das geht mit kal­ter Mar­ga­ri­ne bes­ser! Die Streu­sel über die Zwetsch­gen ver­tei­len und den Blech­ku­chen bei 200 Grad Umluft ca. 20 bis 25 Minu­ten backen, bis die Streu­sel schön gold­gelb sind. 

Notizen

Die Men­ge reicht für ein recht­ecki­ges Back­blech von ca. 46 x 37 cm (Außen­ma­ße).
Als Vari­an­te kann der Streu­sel­teig zusätz­lich noch mit einem hal­ben Tee­löf­fel Zimt gewürzt wer­den. Super dazu schmeckt auch eine schlag­ba­re, pflanz­li­che Sahne-Alternative.

2 Antworten

  1. Hal­lo Brigitte,

    wenn ich nicht bedingt Din­kel­mehl ver­wen­den kann (da es ja oft noch ver­grif­fen ist) kann das auch durch das Teff­mehl kom­plett erset­zen oder gegen ein ande­res Mehl?

    1. Hal­lo Chris, ja du kannst das Din­kel­mehl durch ein ande­res Mehl erset­zen. Wei­zen- oder Rog­gen­mehl eig­nen sich auf jeden Fall gut. Wenn du ganz auf Glu­ten ver­zich­ten möch­test, kannst du auch nur Teff­mehl ver­wen­den. Die Bin­de­kraft von Teff­mehl ist sehr hoch, obwohl es glu­ten­frei ist. Ich habe es selbst noch nicht aus­pro­biert, soll­te aber funk­tio­nie­ren. Lass mich doch gele­gent­lich wis­sen, wie der Dat­schi mit 100% Teff schmeckt. ICh wer­de mal die Mischung aus Teff- und Kas­ta­ni­en­mehl aus­pro­bie­ren und das Rezept updaten. Vega­ne Grü­ße, Brigitte

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