Rotkohl-Suppe mit Knoblauch-Croûtons

Rotkohlsuppe-mit-Knoblauch-Croûtons

Ja, was ist denn das? War­um ist die­se Sup­pe so schön lila? Ganz ein­fach, das sind die­se ganz schön gesun­den Farb­stof­fe, die­se Antho­cya­ne, aus dem Rot­kohl. Antho­cya­ne kom­men in vie­len Pflan­zen vor. In beson­ders hohen Men­gen fin­den wir sie aber in Gemü­se­sor­ten mit dun­kel­ro­ten, vio­let­ten oder blau­en Scha­len (Auber­gi­nen, rote Zwie­beln) und in Früch­ten mit roten und blau­en Scha­len oder rotem und blau­em Frucht­fleisch wie Bee­ren, Trau­ben oder Kir­schen. Antho­cya­ne absor­bie­ren UV-Licht und schüt­zen die Pflan­zen vor schäd­li­chen UV-Strah­len. Antho­cya­ne sind sekun­dä­re Pflan­zen­stof­fe, soge­nann­te Bio­fla­vo­no­ide. Sie gehö­ren zu den stärks­ten Anti­oxi­dan­ti­en, weil sie bei­spiels­wei­se freie Radi­ka­le abweh­ren und unse­re Zel­len schüt­zen können.

Die­se leuch­ten­de Rot­kohl­sup­pe steckt vol­ler gesun­der Antho­cya­ne. Wenn du die­se Sup­pe kochst und, wie im Rezept beschrie­ben, etwas Ace­to Bal­sa­mi­co ein­rührst, was der Sup­pe geschmack­lich her­vor­ra­gend bekommt, wird dir etwas auf­fal­len. Die Sup­pe ver­än­dert durch den Essig ihre Far­be von bläu­lich-lila in röt­lich-lila. Und wenn du mehr Gemü­se­brü­he dazu gibst, ver­än­dert sie sich wie­der. In jedem Fall ein herr­li­ches Far­ben­spiel. Und des­halb ist der Rot­kohl auch eine Indi­ka­tor­pflan­ze. Denn je nach Boden­be­schaf­fen­heit ver­än­dert er sei­nen Farb­ton. Ist der Boden sau­er, ist der Kohl röt­lich, ist der Boden basisch, ist er blau. Des­halb nennt man ihn mal Rot­kraut, mal Blau­kraut. Aber nicht ver­ges­sen, Blau­kraut bleibt Blau­kraut und Braut­kleid bleibt Brautkleid 😊

Die Knob­lauch-Croû­tons in der Sup­pe bestehen aus gesun­dem Rog­gen-Voll­korn­brot. Du kannst natür­lich auch ein ande­res Voll­korn­brot neh­men. Das Brot soll­te aber eini­ge Tage alt sein, damit es schön fest ist, wenn du dar­aus Wür­fel­chen schnei­dest. Oder du lässt es unver­packt ein paar Stun­den austrocknen.

Die­se Sup­pe schmeckt wun­der­bar aro­ma­tisch und ist sehr nahr­haft, so dass man nach einem ordent­li­chen Tel­ler davon eigent­lich gar nicht mehr viel dazu braucht, um satt zu wer­den. Ich ser­vie­re meis­tens noch einen klei­nen Salat oder vega­ne Würst­chen (mit gesun­den Zuta­ten) und Senf.

Rotkohl-Suppe mit Knoblauch-Croûtons

Zube­rei­tungs­zeit45 Min.
Gericht: Haupt­ge­richt, Suppe

Du brauchst mehr oder weni­ger Por­tio­nen? Ein­fach die gewünsch­te Men­ge ein­ge­ben und umrech­nen lassen! 

Zutaten

Für die Suppe

  • 2 rote Zwie­beln
  • 1 gro­ßer Rot­kohl Er soll­te (ohne Strunk) ca. 1 Kilo fer­tig geschnit­te­ne Rot­kohl­strei­fen ergeben.
  • 1 dl Rot­wein
  • 1,5 dl Oran­gen­saft
  • 3 Nel­ken
  • 2 Lor­beer­blät­ter
  • 1 Liter Gemü­se­brü­he
  • 2 dl Soja­drink
  • 3 EL Ace­to balsamico
  • Salz und Pfeffer

Für die Vollkorn-Croûtons

  • 2–3 Schei­ben Voll­korn­brot (ein paar Tage alt) Ich neh­me Rog­gen-Voll­korn­brot dazu
  • 1 EL Oli­ven­öl
  • 2–3 Knob­lauch­ze­hen
  • 2–3 EL Hefe­flo­cken

Anleitung

Rotkohlsuppe

  • Den Rot­kohl waschen, den Strunk ent­fer­nen und den Kohl in schma­le Strei­fen schnei­den. Die Zwie­beln schä­len und klein hacken. Die Gemü­se­brü­he vorbereiten.
  • Die Zwie­beln im Öl anschwit­zen und den geschnit­te­nen Rot­kohl dazu geben. Alles ca. 3–5 Minu­ten anbra­ten und dan­nach mit Rot­wein und Oran­gen­saft ablöschen. 
  • Nun die Lor­beer­blät­ter, die Nel­ken und die Gemü­se­brü­he dazu geben, auf­ko­chen und dann zuge­deckt bei redu­zier­ter Hit­ze ca. 30 Minu­ten köcheln las­sen bis der Kohl schön weich ist. 
  • Wenn der Rot­kohl weich ist, die Lor­beer­blät­ter ent­fer­nen und den Kohl pürie­ren (Nel­ken kön­nen ger­ne drin­blei­ben). Nun so viel Soja­drink (oder Was­ser) hin­zu­ge­ben, bis die Sup­pe die gewünsch­te Kon­sis­tenz hat. 3 EL Ace­to bal­sa­mi­co unter­rüh­ren und mit Salz und Pfef­fer abschmecken. 

Vollkorn-Croûtons

  • Die Brot­schei­ben in klei­ne Wür­fel schnei­den und ohne Öl in einer Brat­pfan­ne unter regel­mä­ßi­gem Wen­den gut rös­ten. Die Hit­ze aus­schal­ten (im nächs­ten Schritt kommt etwas Öl dazu, des­halb soll­te die Brat­pfan­ne nicht mehr zu heiß sein). 
  • Nun einen EL Öl in die Pfan­ne zu den Croû­tons geben und gleich danach die gepress­ten Knob­lauch­ze­hen und die Hefe­flo­cken dazu­ge­ben. Alles sehr gut mischen und die Pfan­ne unter Umrüh­ren noch zwei, drei Minu­ten auf der Herd­plat­te ste­hen las­sen, damit die Croû­tons das Aro­ma aufnehmen. 

Notizen

Wenn du magst, kannst du die Sup­pe zum Schluss noch mit etwas pflanz­li­cher Sah­ne-Alter­na­ti­ve verfeinern. 

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