Quinoa-Pilz-Patties mit Wild-Preiselbeer-Sauce

Quinoa-Pilz-Burger mit Wildpreiselbeeren

Yum­mie! Die­se vega­nen Pat­ties aus Qui­noa, getrock­ne­ten Pil­zen und einer fruch­ti­gen Sau­ce aus Wild-Prei­sel­bee­ren schme­cken bestimmt nicht nur Erwach­se­nen super. Allei­ne die Far­be der Sau­ce sieht schon so lecker aus, dass man sie am liebs­ten alle paar Tage essen möch­te. Die Pat­ties bestehen haupt­säch­lich aus pro­te­in­rei­chem Quinoa.

Qui­noa ist sehr gesund. Sie soll­te daher in kei­ner vega­nen Küche feh­len, denn das Pseu­do­ge­trei­de ent­hält NULL Glu­ten und ist eine opti­ma­le Eiweiß­quel­le, da es, als eines der weni­gen pflanz­li­chen Nah­rungs­mit­tel, alle essen­ti­el­len Ami­no­säu­ren ent­hält und beson­ders für Veganer:innen eini­ge Vor­tei­le bie­tet. Nach die­sem Rezept hast du bei zwei Pat­ties plus einer gute Por­ti­on Prei­sel­bee­ren-Dipp dei­nem Kör­per schon fast 20 Gramm wert­vol­le Pro­te­ine zugeführt.

Qui­noa-Pat­ties gibt es in unzäh­li­gen Varia­tio­nen. Die­se schmack­haf­ten Pat­ties hier habe ich mit getrock­ne­ten Pil­zen zube­rei­tet. Ich habe dazu getrock­ne­te Stein­pil­ze und  getrock­ne­te Herbst­trom­pe­ten genom­men. Die Herbst­trom­pe­ten sind fast schwarz und pas­sen farb­lich sehr gut in die Pat­ties, wie ich fin­de. Der Prei­sel­beer-Dipp ist schön fruch­tig und passt per­fekt zum Pil­za­ro­ma, den die Pat­ties ver­strö­men. Sie schme­cken aber auch ohne Dipp z.B. mit Senf oder einer Bar­be­cue-Sau­ce sehr gut.

Die Men­gen­an­ga­ben rei­chen für 8 gro­ße Pat­ties von ca. 9 Zen­ti­me­tern Durch­mes­ser. Ich berei­te absicht­lich immer die dop­pel­te Men­ge zu. So habe ich schon für den nächs­ten Tag teil­wei­se vor­ge­kocht und kalt schme­cken die Pat­ties min­des­tens genau so gut.

Leckere Quinoa-Pilz-Burger mit Wild-Preiselbeeren aus dem Glas

Quinoa-Pilz-Burger mit Wild-Preiselbeeren
Qui­noa-Pilz-Bur­ger mit Wild-Prei­sel­bee­ren. Die Sau­ce erhält ihre Far­be durch Rote Bee­te Pulver. 

Ein einfaches Quinoa-Pilz-Patty-Rezept:

Gekochter Quinoa für Quinoa-Burger

Das Rezept ist wirk­lich sehr ein­fach: Du kochst die Qui­noa schön weich und mischst die Zuta­ten aus dem Rezept mit der wei­chen und etwas aus­ge­kühl­ten Qui­noa. Die Qui­noa kann auch gut schon am Vor­tag zube­rei­tet wer­den. Danach aus dem Teig acht Bur­ger von ca. neun Zen­ti­me­tern Durch­mes­ser (oder meh­re­re klei­ne­re Bur­ger) for­men und beid­sei­tig ca. fünf Minu­ten anbra­ten und, wenn du ger­ne fes­te­re Bur­ger hast, anschlie­ßend alle Bur­ger im Back­ofen für 10 Minu­ten backen. 

Quinoa-Burger braten in der Pfanne

Die Men­ge im Rezept reicht für acht Qui­noa-Bur­ger mit einem Durch­mes­ser von ca. neun Zen­ti­me­ter (bei einer Höhe von ca. zwei Zentimetern). 

Quinoa-Pilz-Burger mit Wild-Preiselbeeren-Dip

Für die Wild-Prei­sel­beer-Sau­ce ein­fach die pflanz­li­che Quark-Alter­na­ti­ve mit den Prei­sel­bee­ren aus dem Glas und einem Tee­löf­fel Rote Bee­te Pul­ver ver­rüh­ren — fertig!

Quinoa ist eine optimale Eiweißquelle

In 100 Gramm Qui­noa ste­cken ca. 14 — 15 Gramm Eiweiß. Mit einer Por­ti­on Pat­ties inkl. Prei­sel­beer-Dipp kommst du bei­na­he auf 20 Gramm pflanz­li­ches Protein!

Qui­noa ist sehr gesund, ent­hält wesent­lich mehr Mine­ral­stof­fe als übli­che Getrei­de­ar­ten und ist zudem glu­ten­frei, also auch bei Getrei­de­un­ver­träg­lich­keit gut ver­dau­lich. Doch das ist noch nicht alles. Qui­noa ent­hält auch viel Eisen (je nach Quel­le zwi­schen 8–11 Mil­li­gramm pro 100 Gramm). Damit ist Qui­noa auf jeden Fall unter den Top Ten der eisen­reichs­ten Nah­rungs­mit­tel. Der Anteil an Magne­si­um kann sich eben­falls sehen las­sen. Ca. 240 Mil­li­gramm ste­cken in 100 Gramm Qui­noa. Dane­ben ist Qui­noa reich an Kal­zi­um, Man­gan und Kup­fer. Sie ent­hält neben wert­vol­len Bal­last­stof­fen auch vie­le Vit­ami­ne und unge­sät­tig­te Fett­säu­ren, wie z.B. die kost­ba­re Ome­ga-3-Fett­säu­re. Pro Por­ti­on ste­cken in die­sen Pat­ties 130 mg Omega-3-Fettsäuren. 

Makro­nähr­stof­fe pro Por­ti­on Mikro­nähr­stof­fe pro Por­ti­on
Bal­last­stof­fe 13,00 g Cal­ci­um 1135 mg
Fett 6,26 g Kali­um 800 mg
Koh­len­hy­dra­te 55,60 g Magne­si­um 383 mg
Pro­te­ine 19,58 g Zink 4675 µg
Kalo­rien 385 kcal / Kos­ten 4,15 € Eisen 8700 µg, Kup­fer 314 µg, Phos­phor 64 mg u.a.
Quinoa-auf-dem-Feld
rus­la­ni­ta — stock.adobe.com

Qui­noa gehört zu den ältes­ten Nutz­pflan­zen der Men­schen und ist auch heu­te noch eines der Grund­nah­rungs­mit­tel in Süd­ame­ri­ka. Des­halb wird das Korn auch ger­ne Inka-Korn genannt. Die Inkas hiel­ten das Korn für hei­lig, denn es ver­lieh ihnen Kraft und Ener­gie. Als die spa­ni­schen Erobe­rer vor rund 500 Jah­ren in das Inka­reich ein­fie­len und die india­ni­sche Hoch­kul­tur ver­nich­te­ten, ver­bo­ten sie auch den Anbau von Qui­noa, doch in abge­le­ge­nen Hoch­ebe­nen bis zu 4.000 Metern wuchs das Korn unver­sehrt und ernähr­te dort wei­ter­hin die Anden­be­woh­ner. Heu­te erstreckt sich der Anbau von Qui­noa auch ent­lang der West­küs­te Latein­ame­ri­kas und es lie­ße sich auch in Mit­tel­eu­ro­pa gut anbauen.

Qui­no­a­pflan­zen benö­ti­gen wenig Dün­ger und kaum Was­ser und ver­tra­gen Tem­pe­ra­tu­ren von minus 8 bis ca. plus 38 Grad Cel­si­us. Es fin­den sich bis­her aber nur weni­ge Land­wir­te, die Qui­noa hier anbau­en. Bleibt zu hof­fen, dass die ste­tig wach­sen­de Zahl an Veganer:innen und damit die wach­sen­de Nach­fra­ge nach Qui­noa dies ändern. Der Kauf von fair gehan­del­tem und bio­lo­gisch ange­bau­tem Qui­noa ist wün­schens­wert, um sicher zu gehen, dass Bau­ern in Süd­ame­ri­ka, von wo bis­her der größ­te Anteil an Qui­noa kommt, für ihre Arbeit auch fair bezahlt werden.

Bota­nisch gehört das robus­te, anspruchs­lo­se und wider­stands­fä­hi­ge Korn zu den Fuchs­schwanz­ge­wäch­sen. Die bit­te­ren Sapo­ni­ne, mit denen sich Qui­noa vor Fraß­fein­den schützt, wer­den zum größ­ten Teil aus­ge­wa­schen, bevor das Korn in den Han­del kommt. Den­noch soll­te man das Korn heiß spü­len, bevor man es kocht. Das Aro­ma von gekoch­tem Qui­noa ist leicht nus­sig und lässt sich sehr gut mit vie­len Lebens­mit­teln kom­bi­nie­ren. Qui­noa eig­net sich als Haupt­mahl­zeit, als Bei­la­ge zu einer Haupt­mahl­zeit oder auch als Früh­stücks­brei sehr gut.

TIPP: Da Qui­noa auch viel Eisen ent­hält, wol­len wir natür­lich auch so viel wie mög­lich davon auf­neh­men. Wir kön­nen den Darm dar­in unter­stüt­zen und zusam­men mit dem Qui­noa auch etwas Zitro­nen­saft zu uns neh­men. Ich rei­che dazu immer auch ein, zwei Zitro­nen­schei­ben auf die Tel­ler. Mehr zur opti­mier­ten Eisen­auf­nah­me kannst du hier nachlesen. 

Quinoa-Pilz-Patties mit Wild-Preiselbeer-Sauce

Vor­be­rei­tungs­zeit20 Min.
Zube­rei­tungs­zeit30 Min.
Gericht: Haupt­ge­richt
Ernäh­rungs­wei­se: Glu­ten Free
Key­word: Pat­ties, Quinoa
Por­tio­nen: 4

Du brauchst mehr oder weni­ger Por­tio­nen? Ein­fach die gewünsch­te Men­ge ein­ge­ben und umrech­nen lassen! 

Kalo­rien: 385kcal
Cost: 4,15 €

Zutaten

Für die Pattys:

  • 250 Gramm Qui­noa
  • 40 Gramm getrock­ne­te, sau­be­re Pil­ze nach Wahl z.B. 20 Gramm Stein­pil­ze und 20 Gramm Herbsttrompeten
  • ½ Liter Gemü­se­brü­he
  • 1 gro­ße Zwie­bel
  • 4 EL Buch­wei­zen­mehl
  • 3 EL Kar­tof­fel­mehl
  • 2 EL Lein­sa­men gemah­len oder fer­ti­ges Leinsamenmehl
  • 2 EL Senf
  • Papri­ka, Salz und Pfef­fer zum Würzen

Für den Dipp:

  • 400 Gramm pflanz­li­che Quark-Alternative
  • 2 bis 3 EL Wild-Prei­sel­bee­ren im Glas
  • 1 bis 2 TL Rote Bee­te Pulver

Anleitung

Zubereitung der Patties

  • Die getrock­ne­ten Pil­ze mit der Küchen­ma­schi­ne etwas zer­klei­nern (funk­tio­niert auch gut mit dem Zwie­bel­ha­cker) und mit kochen­dem Was­ser über­gie­ßen. Die Pilz­stü­cke soll­ten jedoch nicht im Was­ser schwim­men, son­dern nur knapp bedeckt sein, damit sie Feuch­tig­keit auf­neh­men. Die Pil­ze 20 Minu­ten zie­hen las­sen und danach even­tu­ell über­schüs­si­ges Was­ser abgießen.
  • Qui­noa heiß abspü­len (geht am bes­ten mit einem fei­nen Küchen­sieb) und in einem Topf mit der Gemü­se­brü­he auf­ko­chen, dann ca. 15 Minu­ten leicht köcheln las­sen. Die Herd­plat­te aus­ma­chen und die Qui­noa zuge­deckt noch ca. 10 Minu­ten quel­len las­sen, damit sie schön weich ist. Even­tu­ell über­schüs­si­ges Was­ser abgießen.
  • Die Zwie­bel schä­len und klein­ha­cken. Nun die Zwie­bel, die ein­ge­weich­ten Pil­ze und alle ande­ren Zuta­ten für die Pat­ties zur Qui­noa geben, alles sehr gut mischen und zu einem kleb­ri­gen Teig ver­kne­ten. Den Pat­ty-Teig mit Pfef­fer und Salz abschmecken.
  • Nun aus der Mas­se 8 Pat­ties mit einem Durch­mes­ser von ca. 9 Zen­ti­me­tern for­men und in Öl beid­sei­tig ca. 5 Minu­ten anbra­ten. Die fer­ti­gen Pat­ties im Back­ofen bei 180 ° Umluft noch ca. 10 bis 15 Minu­ten durchbacken. 

Zubereitung des Dipps

  • Für den Dipp den pflanz­li­chen Quark mit den Wild-Prei­sel­bee­ren aus dem Glas und einem Tee­löf­fel Rote Bee­te Pul­ver gut mischen.
  • Die Pat­ties mit dem Dipp anrich­ten. Dazu passt z.B. gedämpf­ter Brok­ko­li oder ein gemisch­ter Salat.

Notizen

Die­se Pat­ties schme­cken auch kalt, z.B. mit Senf,  sehr gut, so dass es sich lohnt, etwas mehr davon zu machen und sie am nächs­ten Tag kalt, am bes­ten zusam­men mit einem Salat, zu essen. 

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