Petersilie-Kapernaufstrich mit Mandeln

Würziger Petersilien-Kapern-Aufstrich mit Mandeln

An Kapern schei­den sich die Geis­ter. Es soll ja Men­schen geben, die mögen Kapern nicht, ande­re wie­der­um ste­hen total auf die klei­nen Blü­ten­knos­pen. Bist du ein Kapern-Fan? Dann wäre die­ser gesun­de und lecke­re Brot­auf­strich even­tu­ell etwas für dich? 

Selbst­ge­mach­te Brot­auf­stri­che sind im Nu fer­tig und schme­cken rich­tig lecker. Das Gute ist, dass man bei selbst­ge­mach­ten Brot­auf­stri­chen weiß, was drin ist, und die Zuta­ten ganz nach per­sön­li­chem Gus­to zusam­men­stel­len kann. Und selbst­ge­macht ist eben selbst­ge­macht. 😊 Wobei ich unter den vie­len vega­nen Brot­auf­stri­chen, die es mitt­ler­wei­le im Han­del gibt, natür­lich auch längst eini­ge beson­ders lecke­re für mich gefun­den habe. Doch hin und wie­der mache ich mir sehr ger­ne die Arbeit und viel Arbeit ist es ohne­hin nie, einen schmack­haf­ten Brot­auf­strich zu zau­bern. Was du aller­dings dazu brauchst, ist eine gute Küchen­ma­schi­ne, die dei­ne Zuta­ten schön klein mixt. Wenn die Zuta­ten püriert wer­den, dann reicht ein ein­fa­cher Pürierstab.

Petersilie, Kapern, Mandeln und Olivenöl – lauter gesunde Sachen

Die­ser wür­zi­ge Brot­auf­strich mit Kapern, Peter­si­lie und Man­deln schmeckt gut und ist sehr gesund. Da steckt näm­lich nebst den quer­ce­tin-rei­chen Kapern z.B. auch viel fri­sche Peter­si­lie drin und dass Peter­si­lie vie­le Vit­ami­ne und beson­ders Vitamin‑C dabei auch jede Men­ge Mine­ral­stof­fe ent­hält, weißt du bestimmt schon. Aber wuss­test du auch, dass Peter­si­lie auch als Heil­pflan­ze gilt? Die alten Ägyp­ter nutz­ten die Peter­si­lie z.B. schon bei Beschwer­den des Magens und der Harn­bla­se. Beson­ders wert­voll ist das äthe­ri­sche Öl in der Peter­si­lie, wel­ches u.a. die Aus­schei­dung von Urin för­dert und eine des­in­fi­zie­ren­de und hei­len­de Wir­kung auf Harn­wegs­in­fek­tio­nen haben soll. Bei den alten Grie­chen galt Peter­si­lie zudem auch noch als Ner­ven­mit­tel und der römi­sche Gelehr­te Pli­ni­us emp­fahl, kran­ken Fischen einen Zweig Peter­si­lie in den Teich zu wer­fen, um sie zu hei­len.1 Ob das tat­säch­lich gehol­fen hat? 

Manch­mal wird im Inter­net davor gewarnt, zu viel Peter­si­lie zu essen, da das Api­ol im äthe­ri­schen Öl der Pflan­ze schäd­lich sein soll. Es ist zwar kor­rekt, dass Api­ol, ins­be­son­de­re schwan­ge­ren Frau­en sehr gefähr­lich wer­den kann, denn Api­ol kann in einer hohen Dosie­rung zu Krämp­fen und Spas­men in der Gebär­mut­ter oder zu Magen- und Darm­krämp­fen füh­ren. Dazu müss­te man jedoch schon sehr hohe Men­gen Peter­si­lie essen.2

Grund­sätz­lich ist es nie­mals rat­sam, von einem Kraut sehr hohe Men­gen inner­halb kur­zer Zeit zu essen. Wie Para­cel­sus schon sag­te: “Alle Din­ge sind Gift, und nichts ist ohne Gift; allein die Dosis machts, dass ein Ding kein Gift sei”. Am höchs­ten ist der Api­ol-Gehalt übri­gens in den Samen der Peter­si­lie. Die­se Samen soll­ten selbst­ver­ständ­lich nie­mals ver­zehrt wer­den! Bei bestimm­ten Erkran­kun­gen, wie z.B. einem Nie­ren­lei­den, ist es jedoch ange­bracht, vor dem Kon­sum von Peter­si­lie mit dem Arzt Rück­spra­che zu hal­ten. Für gesun­de Men­schen ist der Api­ol-Gehalt in der Peter­si­lie unbe­denk­lich, solan­ge man nicht sehr hohe Men­gen an Peter­si­lie verzehrt.

Aber auch das Chlo­ro­phyll in der Peter­si­lie ist über­aus gesund und sorgt u.a. für einen ange­neh­men Mund- und Kör­per­ge­ruch. Wer vor einem wich­ti­gen Mee­ting zu viel Knob­lauch geges­sen hat, kann auf etwas Peter­si­lie rum­kau­en, das hilft gegen den schlech­ten Geruch. 😊

Der Brot­auf­strich ent­hält zudem Man­deln, Kapern und Oli­ven­öl, also lau­ter gesun­de Din­ge. Wir mögen die­sen Brot­auf­strich im Som­mer auch sehr ger­ne dick auf­ge­tra­gen auf Voll­korn­brot zusam­men mit einem gemisch­ten Salat zum Mit­tag­essen. Bei sehr war­men Tem­pe­ra­tu­ren ist ein kal­tes Essen ein­fach opti­mal, um fit in den Nach­mit­tag zu starten.

Petersilien-Kapernaufstrich mit Mandeln

Zube­rei­tungs­zeit20 Min.
Gericht: Brot­auf­strich
Por­tio­nen: 20

Du brauchst mehr oder weni­ger Por­tio­nen? Ein­fach die gewünsch­te Men­ge ein­ge­ben und umrech­nen lassen! 

Zutaten

  • 1 Bund Peter­si­lie ca. 50 Gramm
  • 180 Gramm Man­deln
  • 1 Glas Kapern ca. 90 Gramm Abtropfgewicht
  • 5 EL Zitro­nen­saft
  • 5 EL Oli­ven­öl

Anleitung

  • Peter­si­lie waschen und trocknen.
  • Alle Zuta­ten in der Küchen­ma­schi­ne geben und mixen bis eine cre­mi­ge Mas­se entsteht.

1 Non Shaw: Pflan­zen­heil­kun­de. Sanf­te Wege zur Gesund­heit. Köln: Köne­mann 1999, S. 75.

2 Anke Ulke: Frisch vom Markt: Das krus­se­li­ge Kraut vol­ler gesun­der Inhalts­stof­fe – die Peter­si­lie, In: Deutsch­land­funk. URL: https://www.deutschlandfunk.de/frisch-vom-markt-das-krusselige-kraut-voller-gesunder.697.de.html?dram:article_id=72711, [23.06.21].

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