Fünf Gründe für diese vegane Schnittlauch-Butter

Vegane Schnittlauchbutter mit Olivenöl und Kokosfett

Bist oder warst du bis­her eher der But­ter- oder der Mar­ga­ri­ne-Typ? Falls du ger­ne But­ter isst oder geges­sen hast, habe ich hier eine gute Nach­richt für dich. Auch als Veganer*in musst du nicht auf But­ter ver­zich­ten – zumin­dest nicht auf vega­ni­sier­te But­ter. 😉 Du kannst dir im Hand­um­dre­hen einen lecke­ren und vega­nen But­ter-Ersatz zaubern.

Mal abge­se­hen davon, dass es ohne­hin nicht rat­sam ist, über­mä­ßig viel Fett und Öl zu kon­su­mie­ren, gibt es auch ethi­sche Grün­de, die gegen den Kon­sum von Fett in Form von But­ter spre­chen. Die Geschich­te von der glück­li­chen Kuh auf der fet­ten, grü­nen Wei­de, die fröh­lich ihre „Mut­ter­milch“ her­gibt, damit der lie­be­vol­le Bau­er „gesun­de“ But­ter dar­aus machen kann, wird zwar noch häu­fig erzählt. Wer aber genau­er hin­schaut, der weiß, dass das in den meis­ten Fäl­len lei­der nur ein schö­nes Wer­be- und Mar­ke­ting-Mär­chen ist. Hoch­leis­tungs­zucht, Stall­hal­tung, art­frem­de Ernäh­rung, Kälb­chen, die mit Milch­er­satz gefüt­tert und nach weni­gen Wochen getö­tet wer­den, ent­spre­chen wesent­lich häu­fi­ger der Realität.

Mit dieser veganen Butter kannst du nicht nur Tierleid vermeiden, es gibt auch gesundheitliche Gründe, die für sie sprechen: 

  1. Die­ser vega­ne But­ter-Ersatz ent­hält als Fett­be­stand­teil nur gesun­des Oli­ven­öl und nati­ves Kokos­fett. Er ist also gänz­lich frei von Tier­leid und auch frei von Palm­öl. Für Palm­öl wer­den gro­ße Men­gen des Regen­wal­des abge­holzt. Das ist schlecht für die Tier­welt, der wir Men­schen den Lebens­raum steh­len und es scha­det dem Kli­ma.1

  1. Die­se vega­ne But­ter wird aus hoch­wer­ti­gen Zuta­ten her­ge­stellt und sie ist frei von Ver­un­rei­ni­gun­gen, wie z.B. Mine­ral­öl­koh­len­was­ser­stof­fe, die lei­der beson­ders häu­fig in Mar­ga­ri­ne nach­ge­wie­sen wer­den kön­nen (s. Öko­test vom Novem­ber 2021).

  1. Durch den hohen Anteil an kalt­ge­press­tem Oli­ven­öl ist der Gehalt an unge­sät­tig­ten Fett­säu­ren rela­tiv hoch. Die Ölsäu­ren kön­nen u.a. den Blut­druck regu­lie­ren und das schäd­li­che LDL-Cho­le­ste­rin sen­ken.2 Oli­ven­öl kann laut der PREDIMED Stu­di­en auch dabei hel­fen, das Brust­krebs­ri­si­ko zu ver­rin­gern. Die Stu­die fand näm­lich her­aus: Je mehr Oli­ven­öl kon­su­miert wur­de (20 % des Gesamt­ka­lo­rien­ver­brauchs), des­to gerin­ger war offen­sicht­lich das Risi­ko, an Brust­krebs zu erkran­ken. Bei einem Kon­sum von Oli­ven­öl, der ca. 20% der Tages­ka­lo­rien aus­mach­te, ver­rin­ger­te sich laut Stu­die das Risi­ko, an Brust­krebs zu erkran­ken, um 80%.3

  1. Ob Kokos­fett nun gesund oder unge­sund ist, dar­über wird immer noch hef­tig dis­ku­tiert. Klar ist, dass es haupt­säch­lich aus gesät­tig­ten Fett­säu­ren besteht, die als eher unge­sund gel­ten. Klar ist aber auch, dass es Stu­di­en gibt, die der im Kokos­fett ent­hal­te­nen mit­tel­ket­ti­gen Fett­säu­re Laurin­säu­re durch­aus posi­ti­ve Eigen­schaf­ten zurech­nen. Sie soll z.B. eben­falls das HDL-Cho­le­ste­rin sen­ken und die Blut­ge­fä­ße schüt­zen.4 Wich­tig ist, dass du nur kalt­ge­press­tes Kokos­öl ver­wen­dest, denn auf die schäd­li­chen Trans­fett­säu­ren im raf­fi­nier­ten Öl wol­len wir ver­zich­ten. Laurin­säu­re wirkt zudem auch anti­mi­kro­biell und kann wirk­sam gegen Viren und Bak­te­ri­en sein.

  1. Du kannst das Rezept und die Zuta­ten vari­ie­ren und den Geschmack so selbst bestim­men. Wenn du die vega­ne But­ter lie­ber unge­sal­zen magst, dann könn­test du das Salz ein­fach weg­las­sen oder es z.B. durch Zwie­bel- oder Knob­lauch­pul­ver erset­zen. Pro­bie­re es ein­fach aus.

 

Die vega­ne Schnitt­lauch­but­ter passt aus­ge­zeich­net zu gedämpf­tem Gemü­se oder zu Pell­kar­tof­feln und natür­lich aufs Brot. Wie bereits erwähnt, kannst du die Zuta­ten auch vari­ie­ren und krea­tiv sein. Ich habe es zwar noch nicht aus­pro­biert, aber ich kann mir vor­stel­len, dass die vega­ne But­ter bei­spiels­wei­se mit nus­si­gem Raps­öl und Zimt (und even­tu­ell mit wenig Zucker gesüßt) wun­der­bar als Früh­stücks­but­ter schmeckt.

Doch bei all den Vor­tei­len, die die­ser vega­ne But­ter-Ersatz hat, gibt es natür­lich auch einen Nach­teil. Die But­ter bleibt lei­der nur im Kühl­schrank fest und schmilzt schon nach kur­zer Zeit bei Zim­mer­tem­pe­ra­tur. Du soll­test sie am bes­ten direkt aus dem Kühl­schrank ver­wen­den. Im Schraub­glas bleibt sie min­des­tens 10 Tage halt­bar. Even­tu­ell wäre sie auch län­ger halt­bar. Ich bin bis­lang jedoch nicht dazu­ge­kom­men, das aus­zu­tes­ten, denn das Schraub­glas ist bei mir meis­tens nach weni­gen Tagen schon wie­der leer :-D.

1 oro­Ver­de: Palm­öl­plan­ta­gen und das Kli­ma. Fol­gen für Regen­wald, Umwelt und Men­schen. URL: https://www.regenwald-schuetzen.org/verbrauchertipps/palmoel/palmoelplantagen-und-das-klima, [31.10.21].

2 Ramón Est­ruch, Emi­lio Ros. et al: Pri­ma­ry Pre­ven­ti­on of Car­dio­vascu­lar Dise­a­se with a Medi­ter­ra­ne­an Diet. In: The New Eng­land Jour­nal of Medi­ci­ne. URL: https://www.nejm.org/doi/full/10.1056/nejmoa1200303, [31.10.21].

3 Este­fanía Tole­do, Jor­di Salas-Sal­va­dó et al: Medi­ter­ra­ne­an Diet and Inva­si­ve Bre­ast Can­cer Risk Among Women at High Car­dio­vascu­lar Risk in the PREDIMED Tri­al: A Ran­do­mi­zed Cli­ni­cal Tri­al. In: Pub­Med. URL: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26365989/,[31.10,21].

4 N de Roos, E Schou­ten, M Katan: Con­sump­ti­on of a solid fat rich in lau­ric acid results in a more favor­able serum lipid pro­fi­le in healt­hy men and women than con­sump­ti­on of a solid fat rich in trans-fat­ty acids, https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/11160540/, [31.10.21].

Vegane Schnittlauch-Butter

Zube­rei­tungs­zeit15 Min.
Gericht: Brot­auf­strich
Key­word: Brot­auf­strich
Por­tio­nen: 20

Du brauchst mehr oder weni­ger Por­tio­nen? Ein­fach die gewünsch­te Men­ge ein­ge­ben und umrech­nen lassen! 

Zutaten

  • 80 Gramm mil­des Kokos­fett kalt­ge­presst
  • 120 Gramm Oli­ven­öl kalt­ge­press
  • 1 EL Son­nen­blu­men-Leci­thin
  • 1 TL Guar­kern­mehl (nur ein gestri­che­ner TL)
  • ½ bis 1 TL Salz je nach Geschmack
  • ½ TL Kala Namak
  • 6 EL Man­del- oder Sojadrink
  • 1 Bund Schnitt­lauch

Anleitung

  • Das Kokos­fett bei nied­ri­ger Tem­pe­ra­tur schmel­zen. Anschlie­ßend mit dem Oli­ven­öl, dem Son­nen­blu­men-Leci­thin, dem Pflan­zen­drink, dem Guar­kern­mehl und den Gewür­zen zu einer homo­ge­nen Maße pürie­ren und im Eis­fach ca. eine Stun­de ruhen lassen.
  • In der Zwi­schen­zeit den Schnitt­lauch waschen, trock­nen und in klei­ne Röll­chen schneiden. 
  • Nach ca. 1 Stun­de die nun ange­dick­te Mas­se aus dem Kühl­fach neh­men und noch ein­mal gut umrüh­ren, anschlie­ßend den Schnitt­lauch unter­mi­schen. Die vega­ne Schnitt­lauch­but­ter nun in ein Schraub­glas oder einen ande­ren gut ver­schieß­ba­ren Behäl­ter fül­len und im Kühl­schrank lagern. 

Notizen

Die vega­ne Schnitt­lauch-But­ter wird bei Zim­mer­tem­pe­ra­tur schnell weich. Sie soll­te des­halb im Kühl­schrank gela­gert wer­den. Im Kühl­schrank bleibt sie gut eine Woche lang frisch. Ohne Schnitt­lauch lässt sie sich auch län­ger im Kühl­schrank frischhalten. 

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