Aprikosen-Wähe / Aprikosen-Blechkuchen — vegan und ohne Haushaltszucker

Vegane Aprikosen Wähe

 

Wähen haben in der Schweiz fast schon Kult­sta­tus. Jedes Kind kennt sie. Wähen wer­den immer geges­sen, beson­ders beliebt sind sie jedoch frei­tags. Auch heu­te noch ist der Frei­tag für vie­le der Wähen­tag schlecht­hin. Die Kin­der freu­en sich natür­lich beson­ders dar­auf. Das ist heu­te noch so wie zu mei­ner Kinderzeit.

Freitag ist in der Schweiz Wähen-Tag

Wähe isst man in der Schweiz mit allem Mög­li­chen belegt. Ob Zwiebel‑, Zwetschgen‑, Rha­bar­ber- oder Apfel­wä­he, sie schme­cken immer und über­all. Als Vor­spei­se isst man, beson­ders wenn es kalt ist,  auch ger­ne einen Tel­ler Suppe.

Auch in mei­nem Lehr­be­trieb, einer gro­ßen Tex­til­fir­ma, gab es frei­tags in der Kan­ti­ne für alle Mitarbeiter:innen Sup­pe und meh­re­re Sor­ten Wähe zur Aus­wahl. Mein per­sön­li­ches High­light war fast immer die Apri­ko­sen­wä­he. Ich lie­be die­se fruch­ti­ge Wähe sehr und geba­cke­ne Apri­ko­sen fast noch lie­ber als frische.

Seit ich vegan lebe, gibt es bei mir selbst­ver­ständ­lich vega­ne Wähen und sie schme­cken min­des­tens genau so gut wie die tra­di­tio­nel­len Wähen. Der Wähenteig ist ein ein­fa­cher vega­ner Blät­ter­teig, den man auch ein­fach selbst machen kann. Für die­ses Apri­ko­sen-Wähen-Rezept habe ich einen fer­ti­gen Blät­ter­teig ver­wen­det. Das geht wesent­lich schnel­ler und der Teig schmeckt eben­falls sehr gut.

 Der Clou an die­sem Rezept ist, dass es ganz ohne Haus­halts­zu­cker aus­kommt und dass der Guss nicht bloß ein­fach süß oder nach Vanil­le schmeckt, son­dern über­aus fruch­tig. Dar­un­ter muss aller­dings die Optik ein biss­chen lei­den, denn der Guss ist hier nicht hell, son­dern dun­kel. Aber ich fin­de, so schlecht schaut sie gar nicht aus, die­se vega­ne Apri­ko­sen-Wähe. 😉 Dun­kel ist sie näm­lich, weil der Guss mit einem Frucht­auf­strich aus Bir­nen-Apfel­kraut gesüßt wird. Das Bir­nen-Apfel­kraut ver­leiht ihm ein wun­der­bar fruch­ti­ges Aro­ma, wel­ches das Aro­ma der Apri­ko­sen noch stär­ker hervorhebt.

Das Rezept ist ein­fach und schnell nach­ge­macht. Back­ofen auf 200 Grad Umluft vor­hei­zen. Den Teig auf Back­blech legen und mit einer Gabel ein­ste­chen.  Gemah­le­ne Nüs­se auf dem Teig ver­tei­len und den Teig mit den Früch­ten bele­gen. 15 Minu­ten in den Ofen schie­ben und in der Zwi­schen­zeit den Guss vor­be­rei­ten. Nach 15 Minu­ten kommt der Guss auf die Wähe und dann wird sie noch­mal 20 bis 30 Minu­ten geba­cken, bis der Teig schön gold­gelb ist. Schon ist die Apri­ko­sen-Wähe fer­tig. Das Rezept funk­tio­niert auch mit ande­ren Früch­ten, wie z.B. Pflau­men oder Äpfeln. En Guetä 😊

Vegane Aprikosen-Wähe ohne Haushaltszucker

Zube­rei­tungs­zeit45 Min.
Gericht: Abend­brot, Süßspeise
Por­tio­nen: 4

Du brauchst mehr oder weni­ger Por­tio­nen? Ein­fach die gewünsch­te Men­ge ein­ge­ben und umrech­nen lassen! 

Zubehör

  • Kuchen­blech 28 cm Ø, Pürier­stab oder Mixer für den Guss

Zutaten

  • 1 vega­ner Blätterteig
  • ca. 800 Gramm rei­fe Aprikosen
  • 80 Gramm Hasel­nüs­se gemah­len oder Man­deln

Guss

  • 2 dl Pflan­zen­sah­ne
  • 100 Gramm pflanz­li­chen Joghur­ter­satz unge­süßt Natur
  • 100 Gramm Bir­nen-Apfel­kraut Fruchtaufstrich
  • 4 EL Mais­stär­ke

Anleitung

  • Den Ofen auf ca. 200 Grad Umluft vor­hei­zen. Blät­ter­teig in das Back­blech legen und mit einer Gabel mehr­mals ein­ste­chen. Die gemah­le­nen Nüs­se auf dem Teig verteilen. 
  • Die Apri­ko­sen waschen, hal­bie­ren, ent­ker­nen und die Hälf­ten jeweils in drei bis vier Schnit­ze schnei­den. Nun die Apri­ko­sen­schnit­ze kreis­för­mig auf dem Teig ver­tei­len. Nun das Back­blech in die unte­re Hälf­te des vor­ge­heiz­ten Ofens schie­ben und die Wähe ca. 15 Minu­ten backen. In der Zwi­schen­zeit den Guss vorbereiten. 
  • Alle Zuta­ten für den Guss mit dem Mixer oder einem Pürier­stab gut mixen und vor­sich­tig über die Wähe gie­ßen. Die Apri­ko­sen-Wähe wei­te­re 20 bis 30 Minu­ten backen, bis der Teig schön knusp­rig ist.

Notizen

Ich öle das Back­blech mit wenig Kokos­öl ein, bevor ich den Teig dar­auf lege. 
Tipp: Die­ses Rezept funk­tio­niert auch mit ande­ren Früch­ten, wie z.B. Pflau­men oder Äpfeln. 

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