Aprikosen-Kürbis-Schnitten — ohne Zuckerzusatz

Aprikosen-Kürbis-Schnitten
Fruch­tig-süße Apri­ko­sen-Kür­bis-Schnit­ten ohne Zuckerzusatz 

 

Die­ses Apri­ko­sen-Kür­bis-Schnit­ten-Rezept ist super für dich, wenn du auf dei­nen Kon­sum von iso­lier­tem Zucker ach­test und ger­ne Gebäck aus voll­wer­ti­gem Mehl magst. Ich ver­wen­de dazu Din­kel­mehl vom Typ 1050, also jenes Din­kel­mehl mit dem gerings­ten Aus­mah­lungs­grad. D.h., 100 Gramm die­ses Din­kel­mehls ent­hal­ten ca. 1050 Gramm Mine­ral­stof­fe. Je höher die Typ-Zahl auf der Mehl­pa­ckung, des­to gerin­ger der Aus­mah­lungs­grad und des­to mehr Nähr­stof­fe sind im Mehl enthalten.

Der Teig ent­hält kei­nen iso­lier­ten Zucker und ist nicht gesüßt. Ledig­lich die Erd­man­deln und das Apfel­mus süßen den Teig, aber wirk­lich nur mini­mal. Erd­man­deln sind von Natur aus leicht süß. Du kannst aber auch dar­auf ver­zich­ten und z.B. die Men­ge an Erd­man­deln durch Man­deln oder Hasel­nüs­se erset­zen. Wenn du den Teig ger­ne süßer magst, gib etwas Süßungs­mit­tel hin­zu. Die Fül­lung ist jedoch süß und fruchtig.

Die Apri­ko­sen-Kür­bis-Fül­lung besteht aus einem Mus aus getrock­ne­ten Apri­ko­sen und Hok­kai­do-Kür­bis. Wenn noch Kür­bis übrig bleibt, kann die­ser z.B. als Kür­bisschnit­ze zum Mit­tag- oder Abend­essen geba­cken und mit einem Dipp ser­viert wer­den. Oder du machst eine lecke­re Kür­bis­sup­pe dar­aus. Ins­ge­samt reicht die ange­ge­be­ne Men­ge im Rezept für ca. 12 Schnit­ten. Die Schnit­ten blei­ben ein­ge­packt min­des­tens vier Tage frisch. Ich bewah­re sie meis­tens in einer Vor­rats­do­se im Kühl­schrank auf.

Eine gesunde Füllung für die Aprikosen-Kürbis-Schnitten

Aprikosen-Kürbis-Schnitten Füllung
Die Fül­lung besteht aus einem Mus aus getrock­ne­ten Apri­ko­sen und Kürbis 

Vor­ab ein Tipp: Ver­wen­de auf jeden Fall unge­schwe­fel­te Dörr­apri­ko­sen, wenn du einen emp­find­li­chen Magen, Asth­ma oder eine All­er­gie gegen Schwe­fel­di­oxid hast. Zu viel Schwe­fel­di­oxid im Tro­cken­obst kann bei emp­find­li­chen Per­so­nen z.B. Magen­be­schwer­den und ande­re Sym­pto­me ver­ur­sa­chen. Zwar wird Schwe­fel­di­oxid zur Halt­bar­ma­chung von Tro­cken­obst schon seit der Anti­ke ver­wen­det und die erlaub­ten Grenz­wer­te sind gering, so dass der Kör­per es in der Regel pro­blem­los abbau­en kann, aber Schwe­fel­di­oxid kann eben trotz­dem ein All­er­gen sein. Die Kenn­zeich­nung von Schwe­fel­di­oxid ist erst ab einer Men­ge von 10 mg pro Kilo Lebens­mit­tel erfor­der­lich. Bei geschwe­fel­ten Apri­ko­sen beträgt die Men­ge jedoch ca. 2.000 mg/kg.

Unge­schwe­felt sehen die Tro­cken­fürch­te zwar nicht so schön aus, sind aber dafür gesün­der. Durch das Trock­nen erhöht sich ihr Nähr­stoff­ge­halt noch um ein Viel­fa­ches. Dörr­apri­ko­sen ent­hal­ten sehr viel Vit­amin A (Reti­nol). Vit­amin A ist wesent­lich für die Schleim­häu­te, die gera­de im Win­ter viel leis­ten müs­sen. Aber nicht nur für die Schleim­häu­te, son­dern auch für die Kno­chen, die Augen und für die Haut ist Vit­amin A sehr wich­tig. Auch Kali­um ist in getrock­ne­ten Apri­ko­sen reich­lich ent­hal­ten. Kali­um ist ein essen­ti­el­ler Bestand­teil unse­rer Kör­per­zel­len und regelt u.a. ihren Flüs­sig­keits­ge­halt und den Blut­druck. Es ist aber auch für die Signal­wei­ter­lei­tung in den Ner­ven und Mus­kel­zel­len zustän­dig. Dar­über hin­aus sorgt es auch für ein aus­ge­wo­ge­nes Säuren-Basen-Gleichgewicht.

Und was ist mit dem Fruchtzucker? 

Getrock­ne­te Apri­ko­sen sind sehr ener­gie­reich. 100 Gramm Apri­ko­sen ent­hal­ten ca. 53 Gramm Frucht­zu­cker. Das ist jedoch kein iso­lier­ter Zucker, son­dern er wird uns in Ver­bin­dung mit Vit­ami­nen, Mine­ra­li­en, Bal­last­stof­fen und sekun­dä­ren Pflan­zen­stof­fen gelie­fert. Beson­ders die Bal­last­stof­fe sor­gen dafür, dass der Zucker nur nach und nach ins Blut über­geht – im Gegen­satz zu iso­lier­tem Zucker. Der lässt den Blut­zu­cker­spie­gel zu schnell anstei­gen, was auf Dau­er zu einer Belas­tung für die Bauch­spei­chel­drü­se wer­den kann.

Iso­lier­ter Frucht­zu­cker ist, beson­ders in gro­ßen Men­gen, schlecht für die Gesund­heit. Frucht­zu­cker in Form von fri­schem oder getrock­ne­tem Obst hin­ge­gen ist viel bes­ser, auch wenn man im Netz immer wie­der über die angeb­li­che Gefahr von Frucht­zu­cker im Obst liest. Wer weder eine Fruc­to­se-Into­le­ranz noch eine All­er­gie auf bestimm­te Obst­sor­ten hat, kann täg­lich Obst essen. Emp­foh­len wer­den von der Deut­schen Gesell­schaft für Ernäh­rung, und auch von ande­ren Fach­ge­sell­schaf­ten, zwei Por­tio­nen fri­sches Obst (ca. 250 Gramm) pro Tag.

Es gibt kei­nen Zusam­men­hang zwi­schen Fettleibigkeit/Diabetes und dem Kon­sum von Obst. Die über­wie­gen­de Mehr­heit der Stu­di­en und deren Meta­ana­ly­sen kom­men zum Schluss, dass das Risi­ko von Dia­be­tes mel­li­tus Typ 2 nicht vom Gemü­se- und Obst­kon­sum beein­flusst wird. Jedoch kommt Gemü­se und Obst „indi­rekt eine Bedeu­tung bei der Prä­ven­ti­on des Dia­be­tes mel­li­tus Typ2 zu (…).“ 1 Und auch Tro­cken­früch­te machen nicht dick (und sind gesund), solan­ge man sie in ver­nünf­ti­gen Men­gen isst.2

Aprikosen-Kürbis-Schnitten
Die Fül­lung auf eine Hälf­te strei­chen und den Teig umschla­gen – mit einer Gabel die Rän­der zusammendrücken
Aprikosen-Kürbis-Schnitten ohne Zuckerzusatz

1 https://www.dge.de/fileadmin/public/doc/ws/stellungnahme/DGE-Stellungnahme-Gemuese-Obst-2012.pdf

2 https://nutritionfacts.org/video/do-fruit-nut-bars-cause-weight-gain/

Aprikosen-Kürbis-Schnitten ohne Zuckerzusatz

Zube­rei­tungs­zeit1 Std.
Gericht: Backen, Gebäck
Key­word: Gebäck, Süßes
Por­tio­nen: 12

Du brauchst mehr oder weni­ger Por­tio­nen? Ein­fach die gewünsch­te Men­ge ein­ge­ben und umrech­nen lassen! 

Zutaten

Für die Füllung

  • 200 Gramm getrock­ne­te Aprikosen
  • 200 Gramm Hok­kai­do-Kür­bis bio, damit er mit Scha­le ver­wen­det wer­den kann
  • 2 dl Apfel­saft
  • 2 EL Zitro­nen­saft
  • 1 TL Zimt­pul­ver
  • 1 Msp. Mus­kat

Für den Teig

  • 300 Gramm Din­kel­mehl Typ 1050
  • 60 Gramm gemah­le­ne Haselnüsse
  • 60 Gramm Erd­man­deln
  • 2 EL Lein­mehl oder 2 EL geschrot­te­te Lein­sa­men in wenig Was­ser ver­rüh­ren und etwas quel­len lassen
  • 1 Pri­se Salz
  • 1 TL Zimt­pul­ver
  • 60 Gramm Apfel­mus
  • 100 Gramm pflanz­li­che Margarine 
  • 4 bis 6 EL Hafer­drink

Anleitung

  • Die Apri­ko­sen in einem Pfänn­chen in 2 dl Apfel­saft und 2 EL Zitro­nen­saft ein­wei­chen und zie­hen las­sen (bis der Teig vor­be­rei­tet ist).
  • Alle Zuta­ten für den Teig (bis auf das Apfel­mus, die Mar­ga­ri­ne und die Pflan­zen­milch), in einer gro­ßen Schüs­sel gut ver­mi­schen. Danach die Mar­ga­ri­ne in klei­ne Stü­cke schnei­den und mit dem Apfel­mus und dem Hafer­drink zur Mehl­mi­schung geben.
    Alles zu einem geschmei­di­gen Teig zusam­men­kne­ten und den Teig zu einer Kugel for­men. Die Teig­ku­gel für ca. 30 Minu­ten zuge­deckt (oder in einem Beu­tel) in den Kühl­schrank legen. 
  • Wäh­rend der Teig im Kühl­schrank liegt, die Apri­ko­sen und den Kür­bis vor­be­rei­ten. Dazu den Back­ofen auf 180° Umluft vor­hei­zen. Den Kür­bis in schma­le Spal­ten schnei­den und bei 180° im Back­ofen backen, bis sie sehr weich sind (dau­ert ca. 20 Minu­ten). Die Apri­ko­sen im Apfel­saft auf­ko­chen und köcheln las­sen, bis sie weich sind, dann vom Herd nehmen.
  • Die wei­chen Kür­bis­spal­ten zu den Apri­ko­sen geben, mit wenig Mus­kat und einem Tee­löf­fel Zimt wür­zen und alles zu einem dicken Mus pürieren. 
  • Nun den Teig zu einem Recht­eck aus­rol­len (ca. 36 x 40 cm) und auf das Back­blech legen. Den Teig mit einer Gabel mehr­mals eins­tei­chen. Das Mus auf einer Hälf­te (!) des Teigs gleich­mä­ßig dick ver­strei­chen, dabei ca. 1 Zen­ti­me­ter Rand aus­las­sen.
    Die ande­re Hälf­te umschla­gen, so dass das Mus bedeckt ist und alle Kan­ten schön auf­ein­an­der­lie­gen. Die Kan­ten mit einer Gabel leicht zusam­men­drü­cken und den Teig mit etwas Pflan­zen­sah­ne bestrei­chen. In der Mit­te des Back­ofens ca. 20 bis 30 Minu­ten backen, bis der Teig gold­gelb ist. Danach gut aus­küh­len las­sen und ca. 2 cm brei­te Schnit­ten schnei­den.
    Die Apri­ko­sen-Kür­bis-Schnit­ten las­sen sich im Kühl­schrank und in einem Tup­per­ware ver­schlos­sen min­des­tens vier bis sechs Tage aufbewahren. 

Notizen

Ich neh­me anstatt Pflan­zen­drink auch ger­ne Soja­sah­ne, um Back­wa­ren zu bestrei­chen. Mit Soja­sah­ne erhal­ten sie eine inten­si­ve­re Farbe.
Das Back­gut beim Backen in Auge behal­ten und in der Ofen­mit­te backen, damit Ober- und Unter­sei­te gleich­mä­ßig braun werden.
 

2 Antworten

  1. Die­se Schnit­ten schme­cken ein­fach super lecker und sind dazu auch noch mega gesund. Wer­de ich bestimmt wie­der machen, vie­len Dank für das Rezept. Fin­de ihren Blog mega 🙂

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